Mithilfe in der Seuchenbekämpfung - von Kreisveterinär Dr. Simon Eimer

Seit Jahren wird in NRW landesweit eine stichprobenartige Überwachung von Schwarzwild im Sinne der Seuchenprävention durchgeführt. Bei den dabei untersuchten Parametern handelt es sich um Klassische und Afrikanische Schweinepest, Aujeszky´sche Krankheit und seit Winter 2015 auch Brucellose.

Auch hier kann die Jägerschaft wieder einen wertvollen Beitrag im Sinne der Tiergesundheit und damit auch des Tierschutzes leisten.

Um die für den Rhein-Kreis Neuss zu untersuchenden Proben zu sammeln, bittet das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt alle Jägerinnen und Jäger, die im Kreisgebiet Schwarzwild bejagen, um Mithilfe. Diese besteht darin, dass Proben von im Kreisgebiet erlegtem Schwarzwild vor Ort gesammelt und im Veterinäramt abgegeben werden sollten. Das für die Beprobung notwendige Material, inklusive Anleitung und Begleitschein, liegt dazu im Veterinäramt bereit und kann zu den üblichen Betriebszeiten ausgehändigt werden.

Bei der Probennahme sollte Schweiß in die dafür vorgesehenen Röhrchen (rote und graue Kappe) gefüllt werden. Der Becher mit dem gelben Deckel zur Untersuchung auf Brucellose dient der Entnahme von Gewebe der Klötze. An dieser Stelle sei noch mal explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei der Brucellose um eine auf den Menschen übertragbare Krankheit handelt, die ernsthafte Gesundheitsschäden mit sich bringen kann. Daher sollten dringend, genau wie beim routinemäßigen Versorgen von erlegten Stücken, die im Beprobungspaket enthaltenen Einweghandschuhe getragen werden.

Auf dem Probenbegleitschein müssen zur genauen Zuordnung der Proben im Untersuchungsamt mindestens die Namen von Gemeinde und Revier, in denen das Stück erlegt wurde, eingetragen werden.

Für Ihre Mithilfe bedankt sich das Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamt im Voraus!