Messestandort Dortmund stärken, nicht schwächen!

Jagdethik bereits heute oberste Leitlinie im gesamten Messegeschehen der JAGD & HUND! Legale Jagd schützt vor Jagdwilderei und Artensterben.

 

Dortmund, 16. Februar 2022, Dortmund. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen, ideeller Träger der Dortmunder Messe JAGD & HUND, weist aus gegebenem Anlass auf die große wirtschaftliche Bedeutung der Dortmunder Jagdmesse hin. Sie ist europaweit die größte Jagdmesse und auch eine der größten Messen für den Messestandort Dortmund.

 

Fatale Folgen für die Messestadt Dortmund, aber auch für den internationalen Tier- und Artenschutz hätte hingegen ein aktueller Antrag der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, der ein „Moratorium für Aussteller von Jagdreiseangeboten in den Dortmunder Westfalenhallen“ anstrebt.

 

„Herzstück einer Jagdmesse ist nun einmal die Jagd, also das Hegen, Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Aneignen von Wild im Rahmen aller geltenden rechtlichen und ethischen Normen,“ betont Nicole Heitzig, Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. „Man kann die Jagd mögen oder nicht. Sie ist aber national wie international als eine Form des Naturschutzes anerkannt. Würde man die legalen und legitimen Jagdreiseangebote, und andere Angebote gibt es auf der JAGD & HUND nicht, verbieten, würde man der Jagdmesse die Geschäftsgrundlage entziehen.“

 

Die direkten wirtschaftlichen Konsequenzen für die Stadt Dortmund wären fatal:

 

  • Inklusive der jagdreiseinteressierten Messebesucher kann man davon ausgehen, dass alleine durch die Jagdreiseanbieter auf der JAGD & HUND jährlich rund
    10 000 Übernachtungen in Dortmund generiert werden.

 

  • Auf die zusätzliche Auslastung des Flughafens Dortmund durch dieses internationale Publikum sei nur am Rande hingewiesen.

 

  • Durch Übernachtungen, Essen sowie weitere Versorgungseinkäufe abseits der Messe entstehen durch die Jagdreiseanbieter der JAGD & HUND somit für die Dortmund Unternehmen Einnahmen in Höhe von wenigstens 1,5 bis 2 Millionen Euro pro Jahr.

 

  • Hinzu kommen die direkten Einnahmeverluste der Messe Dortmund GmbH für Standgebühren und Eintrittsgelder sowie weitere Dienstleistungen für die Aussteller und Standbesucher.

 

 

Weitere Folgen wären aber unausweichlich:

 

Alle Jagdreiseanbieter können und werden sofort auf andere entsprechende Fachmessen ausweichen, wo derlei ideologische Gängelungen nicht stattfinden, und weitere Aussteller mitziehen. Schon jetzt ist die Ausstellerschaft mehr als verunsichert. Daher sind auch weiterer Anträge, die die bisherige ethisch wie rechtlich einwandfreie Praxis zur Disposition stellen, grundsätzlich schädlich und abzulehnen.

 

Dabei gilt die „JAGD & HUND“ heute schon in ethischer Hinsicht weltweit als führende Leitmesse. „Die in Deutschland geltenden Grundsätze der Waidgerechtigkeit haben wir als ideeller Träger der Messe in den vergangenen 40 Jahren Messegeschichte konsequent auch in den Teilnahmebedingungen festschreiben lassen. Wer dagegen verstößt, kommt nicht auf die JAGD & HUND. Über Jagdethik wachen schon heute auf der Messe drei Arbeitsgruppen,“ so Nicole Heitzig.

 

Heitzigs Meinung zu dem aktuellen politischen Aktionismus ist eindeutig: „Durch Jagdreisen wird der Wild- und ein großer Teil des Artenschutzes in den Jagdreiseländern finanziert. Wer Jagdreisen verbietet, entzieht dem aufopferungsvollen Kampf von Jägern, Rangern und Polizei für den Artenschutz und gegen Jagdwilderei die finanzielle Grundlage.

 

Letztlich sind entsprechende Anträge, die über die jetzt schon strengen Regularien der JAGD & HUND hinausgehen, ebenso undemokratisch wie neokolonialistisch. Schon heute laufen zahlreiche Vertreter Afrikas Sturm gegen diese neue Art der Bevormundung und fordern „let Africa speak!“.

 

Dortmund, 16. Februar 2022

 

Pressekontakt:

Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Gabelsbergerstraße 2

44141 Dortmund

Tel.: 0231/2868-810

Mobil: 0173/5171074

E-Mail: presse@ljv-nrw.de

 

 

 

Quellen:

https://www.jagdverband.de/frage-und-antwort-papier-zur-auslandsjagd

https://www.jagdverband.de/waidgerechtigkeit

https://www.jagdverband.de/importverbote-fuer-jagdtrophaeen-gefaehrden-erfolgreiche-artenschutzprojekte

https://www.jagdverband.de/suedliches-afrika-brandbrief-buendnis-90die-gruenen

https://www.youtube.com/watch?v=TqaKt520u-8 .  

https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/harald-lesch-jagen-fuer-den-artenschutz-100.html

https://www.jagdverband.de/lasst-die-afrikaner-entscheide